Beiträge

Studie zeigt: Mediapläne mit Zeitschriften sind 40% effektiver

2018-02-27T09:24:46+00:00 02.03.2018|Kategorien: Blog, Umfeldqualität, Werbewirkung|Tags: , , , , |

Kein Tag ohne neue Zahlen, die das Vertrauen in Medien beschreiben. Und das aus gutem Grund: Vertrauen ist eine Schlüsselkategorie für jede Art der Kommunikation. Wer seine Werbebotschaft effektiv kommuniziert wissen will, wird auf Medien setzen, die das Vertrauen der Rezipienten genießen. Dazu ein aktueller Überblick über die neuesten Studien.

Trust Barometer 2018

Seit 18 Jahren untersucht die Edelman.ergo GmbH das Vertrauen von Menschen in Institutionen, Regierungen und Medien und veröffentlicht die Ergebnisse pünktlich zum Weltwirtschaftsforum in Davos. So auch in diesem Jahr. Während die erhobenen Daten in vielen Bereichen eine Vertrauenskrise aufzeigen, profitieren journalistische Medien zuletzt wieder von einem deutlich ansteigenden Messwert für das Vertrauen in ihre Informationen. Besonders deutlich wird das beim Vergleich journalistischer Medien mit Suchmaschinen und Social Media-Plattformen.

Studie der Universität Mainz

Für Deutschland zeigen auch aktuelle Daten von Forschern der Universität Mainz, dass das Vertrauen der Menschen in journalistische Medien wieder ansteigt, nachdem es im Zuge der ‚Lügenpresse‘-Verleumdungen der letzten Jahre gelitten hatte. Um ein Viertel, von 22% auf 17%, ist der Anteil derjenigen in der Bevölkerung gesunken, die den etablierten Medien grundsätzlich misstrauen. Der Anteil der Menschen, die den Medien „voll und ganz“ vertrauen befindet sich dagegen auf einem Höchststand seit Beginn der Messungen für das Jahr 2008.

Studie von Magnetic Media (GB)

Von diesem Vertrauen profitieren auch Marken und Werbetreibende, die ihre Botschaften in journalistischen Medien platzieren. Das belegt eine Studie von Magnetic Media aus Großbritannien. Die Studie zeigt, dass Werbekampagnen dann besonders erfolgreich darin sind, das Vertrauen in Markenprodukte und Markenanbieter zu steigern, wenn sie in Zeitschriften platziert werden.

Statt einer eigenen Befragung führten die englischen Forscher dazu eine Sekundärdatenanalyse durch, bei der sie sich auf Werbekampagnen aus der Datenbank des renommierten Institute of Practitioners in Advertising (IPA) stützten. Untersucht wurde, wie erfolgreich Werbekampagnen bestimmte Eigenschaften beeinflussten, die Konsumenten einer Marke zuschreiben und die eng mit Vertrauen zusammenhängen. Solche Eigenschaften waren zum Beispiel die Zustimmung zur Behauptung ‚Marke XY wird von Experten empfohlen‘, ‚Marke XY ist für Menschen wie mich‘ oder  ‚Marke XY hat einen guten Ruf‘.

Analysiert wurden Kampagnen der letzten Jahre wie die der  Modemarke F&F, die zu englischen Supermarktkette Tesco gehört, zur Zahnpasta Pearl Drops oder zu Haarpflegeprodukten von Dr. Wolff oder GHD. Dabei ergab sich: Werbekampagnen, die Zeitschriften als Werbeträger beinhalten, waren wesentlich effektiver bei der Beeinflussung von vertrauensrelevanten Markeneigenschaften, als Werbekampagnen, die ausschließlich andere Werbekanäle nutzten.

Langfristeffekte von Zeitschriftenbelegungen

Peter Field, weithin bekannter Experte für Werbeeffektivität (‚godfather of effectiveness‘) hat exklusiv für Magnetic Media in derselben Datenbank zu den Langfristeffekten von Werbung in Zeitschriften geforscht. Ein Ergebnis dabei: Werbekampagnen mit Zeitschriftenbelegung waren um 40% effektiver, als Werbekampagnen, die keine Zeitschriftenbelegung beinhalteten.

Die Studienautoren führen das darauf zurück, dass die Leser von Zeitschriften das Vertrauen, das sie in die journalistischen Produkte haben, auch auf die darin beworbenen Produkte übertragen. Sie nennen das den „Abstrahleffekt“ von Zeitschriftenmedien („brand rub effect of magazine media“). Gute Inhalte sind eben das beste Werbeumfeld.

Mehr gute Gründe für Zeitschriften als Werbeumfelder finden Sie hier.

Der Autor

Markus Schöberl
Markus Schöberl
Markus Schöberl hat fast 15 Jahre im Pressevertrieb auf Verlagsseite gearbeitet und dort viel über die unterschiedlichen Prioritäten von Zeitungen und Zeitschriften, in Abo und Einzelvertrieb und zuletzt auch beim Vertrieb digitaler Presse (Paid Content) erfahren. Seit 2013 veröffentlicht er einmal monatlich pv digest, eine Analyse der wichtigsten Entwicklungen in diesen Bereichen. Darüber hinaus berät er ausgewählte Verlage und Vertriebsunternehmen in Vertriebsfragen, hält Vorträge und moderiert Veranstaltungen zu seinen Themen.